Risiken der DSA

Unter Anwendung moderner Kathetermaterialien und Punktionsverfahren und nach entsprechender Vorbereitung ist die Angiographie als DSA heute eine risikoarme Untersuchung.

Kontrastmittelreaktionen und -unverträglichkeiten

Da die Untersuchung mit jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln durchgeführt wird, können wie bei jedem Einsatz solcher Kontrastmittel in seltenen Fällen allergische Reaktionen auftreten. Diese äußern sich meist durch Übelkeit und Erbrechen, Hautquaddeln oder Hustenreiz, die sich bald nach der Kontrastmittelgabe zurückbilden. Im schlimmsten Falle können schwere Kreislaufreaktionen bis zum Schock oder Erstickungsanfälle durch Schwellungen der oberen Atemwege auftreten. Dieses betrifft meist Personen, die ohnehin eine Veranlagung zu Allergien haben, also z.B. unter Medikamenten- oder Nahrungsmittelallergien, allergischem Asthma, Heuschnupfen oder Neurodermitis leiden. Bei solchen Allergikern läßt sich das Risiko möglicher Kontrastmittelreaktionen durch eine vorsorgliche Gabe antiallergischer Medikamente unmittelbar vor der Untersuchung herabsetzen.

Gefäßverletzungen und -verschlüsse

Gefäßverletzungen durch die verwendeten Katheter sind dagegen eine sehr seltene Komplikation. Sie führen meist nicht zur Blutung, sondern zu akuten Durchblutungsstörungen durch Gefäßverschlüsse, die manchmal sogar gefäßchirurgisch behandelt werden müssen. Deshalb sollte die DSA nur dort durchgeführt werden, wo ggf. rechtzeitig die Verlegung in ein gefäßchirurgisches Zentrum möglich ist.

Sonstige Risiken

Gelegentlich treten an der Punktionsstelle an der Leiste Blutergüsse auf. Diese können einige Tage unangenehm sein, bis sie vom Körper wieder aufgenommen. Bei der Untersuchung bestimmter Körperregionen kann die Kontrastmittelgabe Gefäßkrämpfe mit akuten Durchblutungsstörungen auslösen. Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen kann sich die Nierenfunktion durch die Kontrastmittelgabe verschlechtern. Bei Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion führt das Kontrastmittel ebenfalls zur Verschlechterung der Stoffwechsellage. Bei einer bestimmten seltenen Knochenmarkerkrankung namens "Plasmozytom" darf die DSA nicht durchgeführt werden.

Die DSA ist eine Röntgenuntersuchung mit einer nicht unerheblichen Röntgenstrahlenbelastung und sollte deshalb bei Schwangeren und Kindern nur in lebensbedrohlichen Notlagen durchgeführt werden.