Digitale Phlebographie
Die nachfolgenden Leistungen werden im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung von der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein so weit unter der Kostendeckung vergütet, dass wir z.Zt. wirtschaftlich nicht mehr in der Lage sind, sie regelmäßig für die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung zu erbringen.
Die Phlebographie ist ein Röntgenverfahren zur Darstellung der Venen, also der Blutgefäße, die das Blut zum Herzen führen. In den Venen, die sich blau unter der Haut abzeichnen, aber die auch tief in Körper und Gliedmaßen zu finden sind, fließt das Blut langsamer als in den Schlagadern (Arterien). Sogenannte Venenklappen regeln den Blutfluss und sorgen dafür, dass das Blut in die richtige Richtung fließt.
Fehlbildungen oder Schädigungen des Venensystems und der Venenklappen führen zum Krampfaderleiden. Dieses ist nicht nur durch die bekannten hässlichen Krampfadern gekennzeichnet, sondern auch durch Blutdruckabfall beim Aufrichten und Stehen bis zur Ohnmacht, durch Hautschäden bis zur Geschwürsbildung und durch erhöhte Thromboseneigung.
Die Thrombose als Blutgerinnung in den tiefen Venen führt zum Gefäßverschluss und zu Gefäßwand- und Venenklappenschäden. Eine lebensbedrohliche Komplikation der Thrombose ist die Lungenembolie. Dabei lösen sich Gerinnsel aus einer Thrombose und gelangen mit dem Blutstrom in die Lunge, wo sie lebenswichtige Lungengefäße verschließen.
Venendarstellung in der Phlebographie
Ziel der Phlebographie ist es, die Venen im Röntgenbild sichtbar zu machen und so die o.g. Veränderungen festzustellen. Phlebographien der Armvenen, Halsvenen oder der Venen des Körperstamms werden nur selten durchgeführt. Meistens soll eine Thrombose der Bein- und Beckenvenen ausgeschlossen werden oder die Behandlung eines Krampfaderleidens an den Beinen vorbereitet werden.





