Ballondilatation (PTA)
Die nachfolgenden Leistungen werden im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung von der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein so weit unter der Kostendeckung vergütet, dass wir z.Zt. wirtschaftlich nicht mehr in der Lage sind, sie regelmäßig für die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung zu erbringen.
Verschluss der linken Beckenschlagader
Die sogenannte Ballondilatation, in der medizinischen Fachsprache genauer perkutane transluminale Angioplastie (PTA), ist ein schonendes Verfahren zur Erweiterung oder Eröffnung verengter oder kurzstreckig verschlossener Blutgefäße. Um beurteilen zu können, ob eine Behandlung mittels PTA möglich ist, muss die Gefäßsituation zuvor mit einer MR-Angiographie oder DSA dargestellt werden.
Gefäßverengungen wieder eröffnen
Über eine Leistenpunktion wie bei der Angiographie mittels DSA wird ein gleitfähiger Führungsdraht durch die Verengung oder den Verschluss geschoben. Über diesen Draht wird ein etwa 1 mm dünner Katheter in die Verengung plaziert. Dieser trägt an der Spitze einen Ballon, der unter hohem Druck einen zuvor definierten Durchmesser annimmt. Dabei drückt der Ballon das Verschlussmaterial in die Gefäßwand und weitet die Verengung wieder auf.
Der Stent - die Gefäßstütze
Damit sich das Blutgefäß nicht gleich wieder verengt, wird oft bei der PTA eine Gefäßstütze (Stent) implantiert. Dabei handelt es sich um ein Titan-Drahtgeflecht, das über den Katheterballon gestreift ist und vom Ballon beim Entfalten an die Gefäßwand festgedrückt wird. Nach dem Ablassen lässt sich der Ballonkatheter daraus wieder entfernen. Der Stent verbleibt lebenslang im Gefäß.
Ambulante PTA
Die PTA an den Bein- und Beckenschlagadern kann überwiegend ambulant durchgeführt werden, ohne dass dabei ein größeres Risiko einzugehen ist als bei einem Eingriff im Krankenhaus. Nach dem Eingriff müssen Sie allerdings wegen der Schlagaderpunktion wie bei der DSA für ca. 3 Stunden flach in unserem Ruheraum liegen.
Ursachen der Gefäßverengung
Die Ursache der Gefäßverengungen, die zu Durchblutungsstörungen führen, ist ganz überwiegend die Arteriosklerose. Man spricht in diesem Zusammenhang von der arteriellen Verschlusskrankheit (AVK). Ein hohes Risiko tragen vor allem Raucher und Patienten mit schlecht eingestelltem Diabetes mellitus oder Fettstoffwechselstörungen.
Interdisziplinäre Behandlung
Nicht jede Form der Durchblutungsstörung kann oder soll mit der PTA behandelt werden. So ist z.B. bei langstreckigen Gefäßverschlüssen eine chirurgische Bypassoperation oft unumgänglich. Immer hat eine begleitende Betreuung durch den Internisten oder Hausarzt zu erfolgen, welche die o.g. Riskofaktoren minimiert und weitere Behandlungsmöglichkeiten der arteriellen Verschlusskrankheit wie z.B. Gehtraining oder Medikamente ausschöpft.
Aufklärungsbogen
Diesen Aufklärungsbogen [69 KB] erhalten Sie am Tag der Untersuchung in unserer Praxis. Wenn Sie möchten, können Sie ihn jetzt schon herunterladen, sich informieren und ihn ggf. auch schon ausfüllen.






