FAQ - oft gestellte Fragen

Muß ich in eine enge Röhre ?

Die bei uns aufgestellten Kernspintomographen sind kurze, an Kopf- und Fußende offene Tunnel (s. Abb.). Wenn Fuß, Unterschenkel oder Knie untersucht werden, bleibt Ihr Oberkörper außerhalb des Tunnels. Als Besonderheit verfügt unsere Praxis auch über ein offenes MRT, das nur eine "Durchfahrt", ähnlich wie ein CT hat und über eine besonders weite Öffnung verfügt.

Bin ich ganz allein im Untersuchungsraum ?

Ja, damit die Bildqualität optimal wird, sollten andere Personen sich nicht im Raum bewegen. Ihre Angehörigen können sich aber gern während der Untersuchung neben Sie setzen. Wir können Sie durch ein Fenster beobachten und hören Sie über ein Mikrophon. Außerdem bekommen Sie einen Alarmschalter, mit dem Sie sich bemerkbar machen können.

Was ist, wenn ich Platzangst habe ?

Wir können Ihnen ein stark angstlösendes Medikament verabreichen, mit dem Sie es ganz bestimmt schaffen ! Allerdings sollten Sie in diesem Fall nicht selbst mit dem Pkw zu uns fahren, weil nach der Untersuchung durch das Medikament Ihre Fahrtauglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Kann ich mit Metall im Köper zum MRT ?

In der Regel, ja. Die in Zahnfüllungen, Inlays u.ä. verwendeten Metallegierungen und auch die Metallegierungen von Gelenkprothesen, Stents, Platten und Schrauben, die z.B. bei Knochenbrüchen eingesetzt werden, führen nur in ihrer unmittelbaren Umgebung zu mehr oder weniger ausgeprägten Bildstörungen. Gefahren für den untersuchten Patienten gehen von solchen Implantaten nicht aus. Auch für die meisten künstlichen Herzklappen ist inzwischen erwiesen, dass ihre Träger sich gefahrlos einer MRT unterziehen können. Bitte sprechen Sie vorher mit uns, wenn Sie Metall im Körper haben !

Wann darf man eine MRT nicht durchführen ?

Gefährlich ist das Magnetfeld vor allem für Träger von Herzschrittmachern. Auch andere sog. bioelektronische Implantate wie Insulinpumpen ("künstliche Bauchspeicheldrüse"), Neurostimulatoren oder Cochleaimplantate, werden im Kernspintomographen meist beschädigt. Manche Ableitungsventile, die bei Überdruck der Hirnwasserräume (Hydrocephalus) implantiert werden, sind nicht fürs MRT geeignet. Ferner gehen Gefahren von Metall- oder Granatsplittern im Bereich des Auges und des Hirngewebes aus, sowie von älteren, stark eisenhaltigen Metallclips, die man früher bei Hirngefäßoperationen verwendete.

Da bleibende Tätowierungen Metallstaub enthalten, können ausgedehnte Tatoos im Untersuchungsbereich zu Hautverbrennungen führen.

Welche Risiken und Nebenwirkungen hat die MRT ?

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... und gibt es eine Strahlenbelastung wie beim Röntgen oder CT ?

Nein. Die MRT arbeitet ohne sog. ionisierende Strahlung, wie sie im Röntgen, in der Computertomographie oder in der Nuklearmedizin zur Anwendung kommt. Bei längeren Meßzeiten und unter bestimmten Untersuchungsbedingungen kommt es zu einer gewissen Erwärmung des Gewebes oder des ganzen Körpers, die vom Patienten aber nicht bemerkt wird und über die keine schädlichen Auswirkungen bekannt sind. Eine krebserregende Wirkung ist ebenfalls nicht bekannt. Bestimmte magnetische Anregungsformen können sog. Muskelpotientiale auslösen, die gelegentlich als "Muskelzucken" wahrgenommen werden. Früher gelegentlich von den Patienten wahrgenommene "Lichtblitze" werden an modernen MRT-Anlagen nicht mehr festgestellt. Eher unangenehm als schädlich wird der Lärm wahrgenommen, weswegen die Untersuchung mit Gehörschutzkapseln oder Ohrstöpseln durchgeführt wird.

Gibt es im Kernspin den sogenannten Elektrosmog ?

In der Tat entsprechen die Untersuchungsbedingungen beim MRT oberflächlich betrachtet einem starken magnetischen Wechselfeld, wie es Grundlage des sog. Elektrosmogs ist. Abgesehen von der deutlich höheren Wechselfrequenz muß aber als Unterschied festgehalten werden, dass die unter dem Stichwort Elektrosmog bekannten Gesundheitsschäden sich auf eine jahrelange Einwirkung solcher Felder z.B. durch Wohnen unter Überlandleitung

Kann man Kinder und Schwangere untersuchen ?

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Medizinische Bedenken bestehen dagegen nicht. Da man während der Untersuchung ruhig liegen muß, können Säuglinge erfahrungsgemäß nur in Kurznarkose untersucht werden. Kinder, etwa ab 3 Jahren machen meist eifrig und neugierig mit. Als Faustregel gilt: Kinder haben keine Angst vor der Untersuchung, wenn Ihre Eltern keine Angst haben. Schließlich tut es ja nicht weh.

Auch in der Schwangerschaft kann man eine Kernspintomographie durchführen. Schädliche Wirkungen sind bei der Untersuchung am Menschen bisher nicht beobachtet worden. Allerdings bestehen noch nicht so umfangreiche Erfahrungen. Deshalb wird die MRT bei Schwangeren sicherheitshalber zurückhaltend und nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes durchgeführt.